Otterstedt, C. (2001): Sterbenden Brücken bauen, Herder Verlag, Freiburg.

 

In diesem Buch erfahren alle Betroffenen, Angehörige, ehrenamtliche und professionelle Begleiter, wie man mit Schwerkranken und Sterbenden in guter Verbindung sein und bleiben kann, wie man auch die nonverbalen oder symbolischen Signale wahrzunehmen und zu deuten und einfühlsam darauf reagieren lernt. Das Wichtigste, was Angehörige und Begleitende tun können, ist ihr Wahrnehmung zu schulen und ihre Mitteilungsfähigkeit zu sensibilisieren. Ein besonderes Augenmerk richtet die Autorin auf die Symbolsprache. Schwer verständliche Bilder und Metaphern wie Reisetasche. Wanderschuhe, Pendeluhr, usw. werden für den in diesen Dingen Geschulten zu sinnvollen und wichtigen Botschaften, auf die man einfühlsam und angemessen reagieren kann. – Auch mit Schwerkranken und Sterbenden kann man sich verständigen. Wie, das erfahren Leserinnen und Leser in diesem praktischen und ermutigenden Buch.

 

Eternity, 4/2002, S.31
... Carola Otterstedts Werk zeigt Betroffenen, Angehörigen, ehrenamtlichen und professionellen Sterbebegleitern, wie diese nonverbale Kommunikation funktionieren kann. Wichtigste Voraussetzung ist die Bereitschaft, die eigene Wahrnehmung zu schulen und ihre Mitteilungsfähigkeit zu sensibilisieren. Eine Vielzahl praktischer Übungen vermittelt eine Vorstellung davon, wie kranke und sterbende Menschen ihre Umwelt wahrnehmen. Ein besonderer Augenmerk richtet die Autorin auf die Symbolsprache: sie entschlüsselt schwer verständliche Bilder und erklärt, welche sinnvollen und wichtigen Botschaften dahinterstecken und wie Angehörige und Begleitende angemessen reagiern.

 

ekz-Informationsdienst 3/2002
Ergänzend zu ihrem einfühlsamen Ratgeber „Leben gestalten bis zuletzt“ sensibilisiert die Sterbe- und Trauerbegleiterin ihren Leser, sich auf die Situation der Patienten einzustellen und neue Formen sinnvoller Kommunikation mit ihnen zu erproben. Sie liefert Hintergrundwissen zu verschiedenen Krankheitsbildern und verdeutlicht die Problematik durch lebendige Fallgeschichten aus ihrer Praxis. Durch Übungen und Rollenspiele leitet sie an, sich mit therapeutischen Interventionen wie Tierbesuchsdienst, Kunsttherapie, logopädische Übungen, usw. vertraut zu machen. Für berufliche Helfer, Interessierte aus der Hospizbewegung und Angehörige von Schwerkranken als ermutigende Unterstützung und zur Fortbildung geeignet... (F. Rickert)